Die Landessternwarte besitzt drei große Plattenarchive:
Das Bruce-Archive
(siehe Abschnitt Fernrohre) umfaßt den Zeitraum
1900 bis 1990 und enthält etwa 10 000 großformatige (24 cm x 30 cm)
Platten, auf denen Himmelsausschnitte von
(6 Grad x 8 Grad) Größe
(entsprechend 12 x 16 Vollmonddurchmessern) abgebildet sind.
Ein Computer-Katalog macht das
Bruce-Archiv weltweit allen Interessenten
zugänglich (Web-Adresse: http://www.lsw.uni-heidelberg.de).
Mit dem Waltz-Reflektor (siehe Abschnitt Fernrohre) wurden zwischen
1906 und 1942 etwa
5 200 Platten im Newton-Fokus des Teleskops gewonnen
(Formate 9cm x 12 cm und 13 cm x 18 cm). Das runde Gesichtsfeld hat
1.8 Grad Durchmesser. Bei den Platten des Waltz-Archivs
handelt es sich sowohl um Direktaufnahmen als auch um Aufnahmen von
Sternspektren.
Der sechszöllige Doppelastrograph - Max Wolfs privates Teleskop -
war von 1887 - 1897 in Wolfs Sternwarte in der Heidelberger Märzgasse
aufgestellt. Während dieser Zeit entstanden damit 1200 Himmelsaufnahmen.
Nach der Verlagerung 1898 auf den Königstuhl wurden bis 1939 weitere
7 200 Platten damit aufgenommen. Bei einer Brennweite von 80 cm bilden die beiden
Kameras je nach Plattenformat (9 x 12 cm bzw. 13 x 18 cm) Himmelsareale von
etwa (6 Grad x
8 Grad) bzw. (9 Grad x 12.5 Grad) ab.