Homepage von Dipl. Phys. Sven Dennis Kügler

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Ich heisse Dennis und arbeite zur Zeit an der Landessternwarte Heidelberg als Doktorrand. Zusammen mit meinem Betreuer Prof. Dr. Jochen Heidt arbeite ich an Instrumententests für den LUCIFER2-Detektor, mit dem Ziel ihn in das Large Binocular Telescope (LBT) auf Mt. Graham, Arizona (USA) zu integrieren. Im Moment testen wir die verschiedenen Funktionen noch im Labor. Meine Arbeit bestand bisher daraus ein HTML-basiertes Programm zu schreiben, was den Beobachtern helfen soll, ihre Beobachtungen vorzubereiten, da viel Zeit am Teleskop durch mangelnde/fehlerhafte Vorbereitung verloren wurde.

Links:
LBT
LUCIFER@LBT
LUCIFER@RUB
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Photo von Marco Pedani Übersicht von LUCIFER


Wissenschaftlich versuchen wir räumlich hoch aufgelöste Bilder und Spektren von einigen Kandidaten zu erhalten, in denen Doppelsysteme aus supermassereichen schwarzen Löchern (BHB) vermutet werden. Unser Ziel wäre es diese getrennt aufzulösen, was aufgrund des geringen Winkels von 0.000005° (vergleichbar zur Grösse eines LKWs auf dem Mond) extrem schwierig ist. Da die Atmosphäre unseren scharfen Blick trübt, benutzen wir einen Trick, den man Adaptive Optik (AO) nennt. Damit korrigiert man die Luftstörung, indem man künstliche Sterne mit Hilfe von Lasern in die Atmosphäre projiziert und damit die Störung des Lichtweges misst.

Links:
AO@Wikipedia
BHB@Wikipedia
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Adaptive Optik; Bild von
Stefan Hippler & Andrei Tokovinin (MPIA)
Hubble Bild von
NGC 6240
Chandra Bild von
NGC 6240


Neben meinem Job als Doktorrand, arbeite ich als Tour-Guide an der Landessternwarte um auch Menschen die Faszination der Astronomie zu bringen, die sich abseits ihres Jobs dafür interessieren. Dabei bieten wir neben Institutsführungen auch Beobachtungen mit einem 25cm Teleskop an -"Bruce". Denn neben dem Erklären von eindrucksvollen Details, sind es echte Beobachtungen, die für teilweise recht arbeitsaufwendige Tage entschädigen.

Links:
HDA (for tours)
Scanprojekt@LSW
Platenarchiv
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Bruce Telescope Eingescannte Schmidt Platte Eingescannte Bruce Plate

Diplomarbeit

Das Ziel dieser Diplomarbeit war es 182 von den 240 von Collinge et al. (2005) gefundenen wahrscheinlichen BL Lacertae Kandidaten auf Variabilität zu testen. Um zu testen, ob die Objekte variabel sind, wurden die gemessenen Flüsse an den Sternen im Gesichtsfeld der Kamera mit dem Sloan Digital Sky Survey (SDSS) kalibriert. Trotz sehr strikter Variabilitätsbedingungen haben mindestens ~59% (107/182) der Objekte variiert. Neben eigenen Messungen wurde noch ein Vergleich von den Infarot-Durchmusterungen UKIDSS (UKIRT Infrared Deep Sky Survey) und 2MASS (Two Micron All Sky Survey) durchgeführt mit dem Ergebnis, dass 31 von den 36 (~86%) Objekten, welche in beiden Durchmusterungen beobachtet wurden, Variabilität zeigten. Ein Vergleich der verschiedenen SDSS Datensätze führte zu 9 variablen von 10 getesteten Objekten, welche mindestens zwei mal beobachtet wurden. Des Weiteren wurde noch Spektroskopie von 28 Objekten am Calar Alto durchgeführt mit dem Ziel Spektrallinien zu identifizieren um die Rotverschiebung der Objekte zu bestimmen, welche keine Rotverschiebung in den SDSS Daten haben. Trotz einem höherem Signal-zu-Rausch Verhältnis (ca. 2 mal höher als bei SDSS) konnten bei den meisten Objekten keine (neuen) Spekrallinien gefunden werden, nur für 1 Objekt konnte eine sichere Rotverschiebung bestimmt werden.

Veröffentlichung:
Poster für AG Konferenz
Veröffentlichung in ApJ
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Unterschied zwischen LBL und HBL Verteilung von Polarisation and Variabilität Polarisation and Variabilität gegen Rotverschiebung

Doktorarbeit

LUCIFER

Einer der Hauptgründe für die niedrige Beobachtungseffizienz mit LUCIFER am LBT ist fehlerhaftes Phase2-Material. Das gilt for allem für die eingesendeten Skripte, welche für die automatische Bedinung des Teleskops benutzt werden. Die Organisatoren des LBT haben ein Skript-Prüfungs-tool entworfen, welches aber nur das Format der Skripte überprüft und sich nicht bei fehlerhaften Inhalt beschwert (z.B. die Wahl des Guide-Sterns ausserhalb des dafür vorgesehenen Feldes).
Um Probleme mit schlecht geschriebenen Skripten zu umgehen, wurde ein HTML-basiertes tool namens "Scriptor" entwickelt. Seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten reichen von der Erstellung einfacher Acquisitionsskripte bis hin zu einem vollständigen Skriptsatz für Langspalt oder Multi-Objekt-Spektroskopie. Neben dem formalen Testen der Skripts (mit Hilfe des Scriptcheckers), ist wohl die einfache Guide-Stern Auswahl der wichtigste Teil des Projektes. Der "Scriptor" könnte in Zukunft als globale Platform für die Erstellung von Skripten für die meisten Instrumente am LBT dienen.

Vortrag auf der AG Konferenz kann hier gefunden werden.


Beobachtung von Doppelsystemen aus Schwarzen Löchern (BHB)

In der Arbeit geht es um das direkte Abbilden und eventuelle anschliessende Spektroskopie von 12 Objekten, welche als Kandidaten für BHB gelten. Durch die Benutzung von Instrumenten am LBT im diffraktions-begrenzten Bereich, ist es uns mölich Bilder mit einer Auflösung von ca. 0.04'' zu erriechen, was bei einer Rotverschiebung zwischen 0.1 und 0.5 einer Skala von 80-240pc entspricht.
Die Suche nach solchen Doppelsystem ist noch ein sehr junges astronomisches Thema. Deshalb gibt es bis dato auch nur wenige Arbeiten, die sich mit der systematischen Suche nach diesen Objekten befassen. Smith et al. (2010) und Tsalamtza et al. (2011) haben die spektroskopische Datenbank von SDSS nach Objekten durchsucht, welche Signaturen von 2 solchen Objekten aufweisen. Dies können doppelte schmale/breite Linien sein, wenn der Abstand des system gross/klein ist. Diese Kandidaten sind die Grundlage für unsere Untersuchung.
Die sup-kpc Kandidaten von Smith et al. (2010) werden wir wahrscheinlich räumlich auflösen können. Damit können wir die Ursache für die doppelten verbotenen [OIII] Linien heraus finden und mögliche Kandidaten verifizieren.
Die Objekte von Tsalmantza et al. (2011) werden wir nicht auflösen können, aber die Abbildung des inneren Teils der Galaxie, wird uns weitere Aufschlüsse über die Herkunft der doppelten breiten Linien geben.

Eine Zusammenfassung der Projektidee gibt es hier.


Meinen Lebenslauf gibt es hier.
Ich wohne seit Oktober 2005 in Heidelberg, war aber zwischendurch 2 mal länger im Ausland. Während des Studiums, ging ich für ein Jahr nach Umea/Schweden um dort als ERASMUS-Student Astrophysik zu studieren. Umea ist wohl eine der besten Stä um dort zu leben, denn neben extrem vielen Möglichkeiten um Sport zu machen, gibt es in der Universität viele sehr freundliche Studenten und Angestellte. Umea wird auch die Hauptstadt der Veganer genannt, was mich überrascht hat, denn ausser Cranberries und Pilzen wächst dort nicht viel, was ein Veganer essen könnte. Noch wichtiger war der Besuch für mein Studium, denn hier gewann ich die Freude an der Physik zurück, die ich während meines Studiums in Deutschland manchmal verloren hatte. Neben meiner Freude für Studium fand ich dort auch meine heutige Frau Annika, die jetzt in Ladenburg als Hebamme arbeitet. Nach Beendigung meines Studiums ging ich mit ihr für ein halbes Jahr nach Südamerika wo wir hauptsächlich Chile und Argentinien bereist haben. Auch das war eine wirklich eindrucksvolle Reise bei der wir viel gewandert sind und Haufen interessanter Menschen kennen gelernt haben.


Bildergalerie

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Kungsleden (SWE) Umea (SWE) Göteborg (SWE) Romanievi (FIN) Vindeln (SWE) Nirgendwo (SWE)
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Valparaiso (Chile) El Chaiten (Chile) El Chaiten (Chile) Valparaiso (Chile) Torres del Paine (Ch) Patenkind Uwe



Name: Dennis Kuegler                    email: d.kuegler (at) lsw.uni-heidelberg.de                    Institut: Landessternwarte                    Adresse: Koenigstuhl 12, 69117 HD