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Ein Wirbelsturm tobt auf Saturn


Seit Dezember 2010 tobt ein gigantisches Sturmsystem auf Saturn, das bereits einen Durschmesser von 100.000 Kilometer erreicht hat und fast die gesamte Nordhalbkugel des Planeten umspannt. Bereits mit mittleren Teleskopen kann es von der Erde aus beobachtet werden und hat ebenfalls schon viele Astronomen ins Staunen versetzt. Zirka alle 30 Jahre kann man ein solches Schauspiel beobachten, zuletzt 1990 (Aufnahme Cassini/NASA).

Saturn-Sturm

Saturn ist der sechste Planet des Sonnensystems und mit einem Äquatordurchmesser von etwa 120.500 Kilometern (9,5-facher Erddurchmesser) nach Jupiter zugleich der zweitgrösste. Mit 95 Erdmassen hat er jedoch nur 30% der Masse Jupiters.

Saturn-Hexagon

Abb.: Das kosmische Hexagon am Nordpol des Saturn (Aufnahme: Cassini/NASA). Die Nordpolregion des Saturn zeigt eine der erstaunlichsten Strukturen des Kosmos - ein stabiles hexagonales Wolkenmuster, Durchmesser: 30.000 km, Seitenlänge: 13.800 km, das sich alle 10h 40min einmal im Kreise dreht. Eine tiefgründige Konvektion treibt einen Jetstream an, der diese hexagonale Struktur bildet.

Saturn ist ein Gasplanet, dessen untersuchte obere Schichten zu etwa 96% Stoffanteil aus Wasserstoff bestehen und der von allen Planeten des Sonnensystems die geringste mittlere Dichte (etwa 0,69 g/ccm) aufweist. Von den anderen Planeten hebt sich der Saturn durch seine besonders ausgeprägten und schon in kleinen Fernrohren sichtbaren Ringe ab, die zu grossen Teilen aus Wassereis und Gesteinsbrocken bestehen.

In welchem Universum leben wir?


Seit mehreren Jahrzehnten geht quer durch die Physik eine schmerzliche Grenze. Sie scheidet zwei Welten: Mikrokosmos und Makrokosmos - die Welt der subatomaren Vorgänge und die des kosmischen Geschehens. Getrennt sind diese Welten für den Physiker deshalb, weil er sie nur mit zwei grundverschiedenen Theorien beschreiben kann: mit der Quantenmechanik auf der einen Seite, deren Aussagen lediglich in den Grössenordnungen der Teilchenphysik sinnvoll sind, und mit der Allgemeinen Relativitätstheorie auf der andern Seite, deren Gesetze den Makrokosmos beherrschen.

Das Universum Abb.: Das Universum ist vierdimensional, hier als 2-Fläche dargestellt (rot), Zeit vertikal. Jeder Punkt repräsentiert eine 2-Sphäre.

An Versuchen, eine allumfassende Einheitstheorie zu schaffen, hat es nicht gefehlt. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass sich alle Physiker unserer Zeit um einen solchen Brückenschlag bemüht haben. Einstein hat seiner Einheitlichen Feldtheorie in den letzten Jahrzehnten seines Lebens nahezu seine ganze Arbeitskraft gewidmet, ist aber an dieser Aufgabe gescheitert. Auch moderne Versuche, wie sie bekannte theoretische Physiker mit der Stringtheorie in dieser Richtung unternehmen, dürften scheitern.